#16 - Fermentiertes Hundefutter - Im Ernst?
Shownotes
Greenologen PetPanel Podcast – Folge: Fermentiertes Futter für Hunde? Back to the Roots!
Fermentierte Karotten, vorverdauter Fisch & mikrobielles Feintuning im Napf – Revolution oder Rückschritt?
In dieser Folge wird’s mikrobiologisch spannend und kulinarisch… nun ja, sagen wir anders! Joe Rahn, der Kynologe, und Klaus Wagner, der Greenologe, nehmen dich mit in die Welt der fermentierten Futtermittel für Hunde.
- Was genau passiert bei der Fermentation von Gemüse, Fleisch und Fisch?
- Warum sind fermentierte Karotten für Hunde so beliebt – und was steckt dahinter?
- Können probiotische Mikroorganismen wie Lactobacillus plantarum wirklich das Immunsystem stärken?
- Wie wirken fermentierte Nahrungsmittel auf das Mikrobiom des Hundes – und auf seine Verdauung?
Und: Wieso fermentiertes Futter nicht etwa „Biomüll“, sondern ein wertvoller Beitrag zu einer natürlichen, funktionellen Hundeernährung sein kann.
- Welche Gemüsearten & Kräuter sich besonders gut für die Fermentation eignen
- Warum fermentiertes Futter besser getrennt nach Komponenten verarbeitet werden sollte
- Welche Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren möglicherweise ergänzt werden müssen
- Warum fermentierte Ernährung sogar helfen kann, den Appetit (z. B. bei Labradoren) zu zügeln
Ein spannender Blick zurück zu traditionellen Ernährungsformen – und gleichzeitig nach vorn: Ist fermentiertes Futter die nächste Evolutionsstufe in der Tierernährung?
Jetzt reinhören, mitdiskutieren und entdecken, wie altes Wissen und neue Wissenschaft Hand in Hand gehen – im Napf deines Vierbeiners.
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Fermentierte Karotten für Hunde empfehlen, unterschiedlichster Art, einmal mit klassischer Milchsäuregärung, aber dann auch mit aktivierten Mikroorganismen, unterschiedlicher Art.Das andere ist die Tatsache, dass es leichter verdaulich wird, also Fleisch und Fisch, also es ist vorverdaut, wenn man so will, ein Stück weit.Kann jemand auch ekelhaft finden, so nach dem Motto, mein Gott, wie kann man nur, aber ganz offen fermentiertes Fleisch oder Fisch ist in früheren Zeiten ohnehin auch für viele Native People vollkommen normale Nahrung gewesen.Herzlich willkommen heute wieder zum PetPanel Podcast, zum Greenologen PetPanel Podcast mit Joe Rahn, dem Kynologen und dem Greenologen Klaus Wagner. Hallo Klaus, wie geht es dir?Hallo Joe, mir geht es sehr gut. Ich habe die letzten zwei Wochen ein bisschen ab und zu mal Sonne genießen können.Oh ja, das haben wir auch.Oh wow, im hohen Norden, okay.Trotz allem, auch wenn wir im hohen Norden sind, aber wir haben auch Sonne.Und es ist wirklich so, dass im geschäftlichen Bereich es vorangeht und ich einfach sehe, dass Neues in die Welt zu bringen, also ich bin ja ein sehr innovativer, oder halte mich selber für einen sehr innovativen, progressiven Menschen.Und du weißt ja was?Ich weiß, dass ich so beruflich alles tue und ich bin felsenfest überzeugt davon, dass die Zeit für den Wandel gekommen ist.Und die Frage ist, wie gestalten wir den Wandel, und ich bin jemand, der nicht so abwarten will, sondern eher wirklich was anpacken will.Und das tun wir gerade und ich merke, dass jetzt Woche für Woche das immer besser wird.Unter anderem sind wir seit wenigen Tagen, du weißt es, online mit unserem Webshop, was zwar noch sehr rudimentär ist, aber wenigstens haben wir mal gestartet. dann sagen wir auch direkt, was es ist, eine Fair-Fresh-Punkt-Hand.Du kannst es sagen, bei mir wäre es gleich Werbung, danke.Aber heutiges Thema, du sagst ja Innovation, ja, und wir haben das letzte Mal darüber gesprochen, so kamen wir ja drauf und haben gesagt, boah, das wird die nächste Sendung.ja, warum fermentiertes Futter auch in den Napf eines Hundes gehört.Ja, das kann man ja eigentlich sagen so, back to the roots.Ja, einfach mal zurück zu den Wurzeln der Ernährung.Das gilt ja nicht nur für uns Menschen, was da ja auch schon sehr, sehr trendy ist, sondern zunehmend auch für unsere Vierbeiner.Immer mehr Halterinnen wollen weg von hochverarbeiteten, stark erhitzten Industriefuttern und hin zu naturnahen, funktionellen Komponenten.Und genau da kommt ja eigentlich die Fermentation ins Spiel.Das heißt, Fermentation ist ja eigentlich eine Milchsäuregärung, also ein ganz natürlicher biologischer Prozess,bei dem sich durch Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien, die wir natürlich, die der Darm unfassbar nötig braucht, oder Hefennährstoffe verändern, haltbarer und oft auch wesentlich bekömmlicher werden.Bei uns Menschen ist das ja Sauerkraut, sehr lecker.Ich bin in einem Ort geboren, wo wir direkt eine Sauerkrautfabrik hatten.Ich habe immer noch diesen Geruch der Sauerkrautfabrik in der Nase.Ja, dann ist Kimchi und Co. für uns Menschen sehr, sehr gut. Sehr gut. Und für Hunde ist es natürlich auch gut, wenn man Produkte fermentiert. Ist es so, Klaus?Ja, es ist so. Weil im Endeffekt so groß unterschiedlich ist jetzt die Verdauung.Natürlich, klar, es gibt Unterschiede, aber Grundsätze der Verdauung sind identisch.Und eine davon ist, dass die Entwicklung von Mikroorganismen wie zum Beispiel Milchsäurebakterien nicht nur eine konservierende Eigenschaft hat, also es bildet sich Milchsäure, die Sauerkraut, ich habe früher, ich weiß nicht, ob du das auch noch gemacht hast, ich habe früher in einem Gärtopf selbst Sauerkraut und rotes Kraut und rote Beete eingemacht.Ich selbst nicht, aber meine Eltern, mein Vater.Mit so einem Wasserring und war total stolz, als dann so die Luftblasen, also es sind ja keine Luftblasen, aber als die Blasen dann rauskamen aus diesem Wasserring und dann habe ich da drin so Steine gehabt und so.Also, es war für mich ein Riesen-Fun. Meine Eltern haben das ziemlich unterstützt und haben nachher auch mitgegessen.Es hat aber ehrlicherweise auch wirklich sogar geschmeckt.Also das eine ist die konservierende Geschichte.Ich habe übrigens im Vorfeld natürlich ein bisschen recherchiert und habe zig Videos von Influencern gesehen, die fermentierte Karotten für Hunde empfehlen, unterschiedlichster Art.Einmal mit klassischer Milchsäuregärung, aber dann auch mit.Mit aktivierten Mikroorganismen unterschiedlicher Art.Das andere ist die Tatsache, dass es leichter verdaulich wird.Also Fleisch und Fisch, also es ist vorverdaut, wenn man so will, ein Stück weit.Kann jemand auch ekelhaft finden, so nach dem Motto, mein Gott, wie kann man nur?Aber ganz offen fermentiertes Fleisch oder Fisch ist in früheren Zeiten sowieso auch für viele Native People vollkommen normale Nahrung gewesen.Auch über Monat.Auch über Monat hinweg, weil es einfach haltbar und schmeckt gut und den Hunden schmeckt es noch besser.Dann gibt es aber auch die Möglichkeit, dass einfach Dinge aufgeschlossen werden.Also zum Beispiel Algen oder Kräuter, das da gewisse sekundäre, tertiäre Inhaltsstoffe, Omega-3-Antioxidantien aufgeschlossen werden, also verfügbar werden. Und ganz wichtig, das hatten wir auch schon mehrfach, da ist natürlich auch antinutritive Inhaltsstoffe, also Stoffe, mit denen sich die Pflanzen schützen, davor gefressen zu werden, dass die mit abgebacken, gebaut werden oder reduziert werden zumindest, ja.Und last but not least, und das hast du ja schon angedeutet, auch mit Kombucha oder Kefir oder anderem, sind die probiotischen Wirkungen.Aber eigentlich ist das doch Biomüll.Eigentlich ist das doch Biomüll.Oder?Wir geben doch dann unseren Hunden Biomüll zu fressen.Das kann doch nicht sein, Klaus.Du bist herrlich provokativ.Das geht doch nicht. Also erstens mal müssten wir uns dann selbst fragen auch, was wir essen.Wir essen auch Biomüll.Angesäuerte, genau, angesäuerte Sachen essen.Das andere ist die Frage, ob das immer so schlimm ist, gell? Also echt kein Witz, also ich habe, oh jetzt oute ich mich hier.Ich habe mal, ich war Betriebshelfer.Wir sind unter uns, hört keiner.Genau, hört überhaupt keiner zu.Ich war mal Betriebshelfer und Betriebshelfer bedeutet, dass ich auf Betrieben, in landwirtschaftlichen Betrieben gearbeitet habe, wo der Chef krank war.Und da war ich, das war eine total tolle Zeit, ich habe unglaublich viel gelernt gesehen.Und auf einem Betrieb, das war ein Restaurantbetrieb mit anderen.Da war ein hängender Schweinemast.Und dann hatten wir ohne Ende die, das war noch der Ehrlichkeit halber in den 90ern, da war es noch erlaubt, Speisereste hatten wir.Ohne Ende aus dem Restaurantbetrieb.Und ich habe das alles sterilisiert oder beziehungsweise erhitzt, weiß nicht, ob das sterilisiert war.Und dann habe ich das in den Schweinen verfüttert.Und weil du vom Biomüll redest, also eigentlich sind das alles Wertstoffe.Und deswegen zucke ich so ein bisschen zusammen, wenn du Müll sagst, ist jetzt auch provokativ gemeint gewesen.Aber eigentlich sind das alles Wertstoffe, die ja mindestens mal einen guten Humus bilden, aber in dem Fall auch eine gute Nahrung werden.Es sind Nährstoffe, ist egal wie, es sind und bleiben Nährstoffe.Und wenn wir sie zerkauen und wenn die Vorverdauung bei uns im Mund beim Menschen stattfindet und wir das abschlucken,dann findet ja schon im Magen und auch beim Abschlucken, findet ja schon die Verdauungsprozesse statt.Es findet da ja schon die Fermentation statt.Und letztendlich im Darm sowieso.Ja, da werden ja dann...Ja, dementsprechend die Milchsäurebakterien produziert.Und beim Hund ist es ja nicht anders.Also von daher ist der Gedanke, warum die Leute sagen und die Nasen rümpfen,boah, du kannst doch einem Hund kein fermentiertes Futter geben.Das ist an und für sich falsch.Das ist absolut falsch.Also ich glaube, dass man noch unterscheiden muss.Also erstens, das weißt du natürlich, aber vielleicht ist es für den einen oder anderen Hörer interessant.Wir haben eine ganz klare Regelung natürlich.Man darf den Hunden oder Tieren nicht einfach, also Verkäufer.Verkäufer, Verkäufliche anbieten irgendwelche Mikroorganismen.Die müssen schon zugelassen sein.Also die Bakterien, ob es Lactobacillen sind, Ethrokokken oder Bifido,sie müssen als Zusatzstoffe zugelassen sein.Da gibt es die letzten Jahre immer mehr.Also als ich angefangen habe, im Petfood-Bereich zu arbeiten, gab es überhaupt nichts.Da war in den USA gab es, leider muss ich sagen, ist wieder USA der Vorreiter gewesen,da gab es schon probiotische Stämme.Da haben wir noch...Darüber nachgedacht und dann gibt es die EFSA, die Europäische Behörde für die Lebensmittelsicherheitund die muss die freigeben.Aber es gibt inzwischen immer mehr, wobei ehrlicherweise auch so richtig Milchsäurebakterien sind da wenig dabei.Also jetzt in dem Sinne, dass man die in Anführungsstrichen impfen kann und dann lebend verkauft.Das, was eben oft passiert ist, dass sie quasi schlafend gelegt sind, also getrocknetoder bei Sporenbildenden eben als Spore vorliegen.Und dann eben auf das Futter aufgesprüht oder gepudert werden, dass die jetzt wirklichin einem fermentierten Zustand verkauft werden.Ganz ehrlich, Joe, hast du das schon mal gesehen?Gibt es das irgendwo?Nee, macht keiner das jetzt.Traut sich nicht.Also wo jetzt so ein bisschen Vorreiter sind, ist in den USA, dass ich herausgefunden habe,dass die anfangen, so fermentierte Produkte zu bringen.Als Beispiel ist das Calista.Das ist ein fermentiertes, proteinreiches Futtermittel auf Basis von...Methanotrophenbakterien herstellt.Das Endprodukt wird dann unter dem Markennamen Feedkine vertrieben.Das ist schon im Handel, ist aber jetzt rein nur erstmal, was die Proteinbasis angeht.Die Fediaf selber, jetzt hier für Deutschland oder Europa, sagt, auch nichts Konkretes dazu.Die sind selbst noch in den Kinderschuhen, versuchen das gerade überhaupt eine Stellungnahme dazu zu finden.Weil wir müssen ja überlegen, wenn ich jetzt ein fermentiertes Produkt bringe.Auf der einen Seite musst du ja, das weiß ich jetzt gar nicht,an Fleisch anders fermentiert werden als das Gemüse.Ist das ein Prozess, der unabhängig voneinander läuft?Oder kann ich das alles in einen Topf schmeißen?Also total super Frage.Dazu folgendes.Erstens, es gibt...Also was verarbeiten die denn?In der Regel Kohlenhydrate.Also die verarbeiten, veratmen ist das falsche Wort dafür.Haben ja keine Lunge oder so.Aber da entstehen dann Gärgase.Es findet ja anaerob statt.Genau, anaerobe.Oh ja, das müssen wir vielleicht noch kurz erklären.Also unter Luftabschluss.In der Regel...Unter Luftabschluss, genau.Unter Luftabschluss.Weil, wenn Luft dazukommt, in der Regel die Sache fehlfermentiert.Und Fehlfermentierung bedeutet dann eben Schimmel.Und oder natürlich auch Clostridien oder andere entwickeln sich.Das gibt Durchfall Deluxe.Genau.Wobei, das riecht man dann auch.Also deswegen, das ist ungefährlich.Das dichtet.Also in der Tat ist es so, dass es da unterschiedliche Bakterien gibt,die unterschiedliche Nahrungsquellen haben.Und in einem Gemüse ist klassischerweise eben relativ...relativ wenig Protein da.Also da ist nicht viel zu holen.Trotzdem lassen sich zum Beispiel Karotten...Ich habe es jetzt ehrlicherweise noch nicht probiert.Das war zu kurzfristig.Ich wollte es echt machen,aber ich werde es vor Ostern nicht mehr schaffen.Nach drei bis fünf Tagen soll es ein Ergebnis geben mit Karotten.Und das ist dann so eine...Also leicht säuerlich, sauerkrautähnliche Struktur.Hat noch einen Biss.Und das klappt wohl relativ gut.Sofern es natürlich mit einer Lake,mit einer leichten Salzlake übergossen worden ist.Bei Fleisch ist es anders.Da wird es ja nicht mit einer Salzlake...Also kann man auch absolut die Schinken oder sowas,wobei das ist dann weniger fermentiert.In Salami da fermentiert es.Salami wird fermentiert.Die werden geimpft und dann werden die Guten quasi gefördert.Aber das sind andere Bakterien als das,was in einem Sauerkraut oder in einer Karotten verwandt werden.Also es ist auf jeden Fall so,du musst es getrennt voneinander fermentieren.Du kannst es nicht zusammenschmeißen.Du kannst es nur danach, wenn es fermentiert ist,dann praktisch zu einem Gesamtprodukt zusammenbauen.Ja, aber getrennt. Bis zum Napf getrennt.Bis zum Napf getrennt.Du kannst also kein fertiges Produkt kaufen,was einmal komplett ein Alleinfuttermittel darstellt.Das wird nicht funktionieren.Nee, und zwar, weil das Protein einfach bei der hohen Feuchtigkeit von Gemüsekaputt geht.Das Protein im Fleisch, ja.Weil das lässt sich einfach nur mit einem sehr niedrigen,jetzt wieder ein technischer Begriff, AW-Wert.Also der AW-Wert sagt aus,wie viel frei verfügbare Wassermengeauf der Oberfläche des Produktes für die Mikroorganismen verfügbar ist.Und der AW-Wert, der ist,wenn der nur jetzt für die Profis fortgeschritten unter 0,7 ist,dann ist sehr wenig frei verfügbares Wasser,und dann ist eine dauerhafte, trockene Lagerung machbar.Und das ist dann das Ziel.Und das ist natürlich bei einer feucht eingelegten Karotte nicht möglich.Ja, kann es nicht.Wenn ich jetzt aber fermentiertes Futter habe,liefert mir das alle kompletten Nährstoffe?Vitamin B, Vitamin D, B12, Taurin?Also erstens mal ist es ja...Ist das alles wirklich vorhanden?Also ich bin da, ich muss selbst überlegen.Also normalerweise würde ich jetzt sagen,natürlich die ganzen Vitamine aus dem Gemüse,die müssen ja da sein, die Kohlenhydrate.Und aus dem Fleisch dürften ja an und für sichdie ganzen Aminosäurenstrukturen nicht kaputt gehen.Also müsste ich ja auch dementsprechendein Taurin zur Verfügung haben.Ich müsste mein Lysin haben.Ich müsste mein Tryptophan haben.Ich müsste ja alle Aminosäuren da haben.Ja und nein.Also erstens mal, ich weiß es nicht definitiv,weil ich bin dafür nicht tief genug.Aber es gibt schon auch einen gesunden Menschenverstand.Und der sagt mir Folgendes.Erstens mal, ja, die nativen Aminosäurengehaltezuerst mal sind da.Also die sind ja nicht weg,weil da Mikroorganismen drin sind.Aber die Mikroorganismen leben ja, wachsen ja,die sollen ja wachsen.Also das ist ja ihr Ziel.Und dabei verarbeiten die natürlich auch Nährstoffe.Und diese Nährstoffe, die sie brauchen,das wird dann spinnspezifisch sein,die werden entweder nicht mehr da sein,also weil sie einfach von den Mikroorganismen selbst,von den Bakterien selbst verarbeitetund damit auch natürlich wieder in andere Stoffe,Abfallstoffe umgearbeitet worden ist.Ob das jetzt den Taurin-Gehalt deutlich senktoder die Aminosäurenzusammensetzung deutlich verändert,weiß ich nicht.Ich glaube, es gibt einen Großversuch, lieber Joe,und der lautet in Italien alle, die die leckere Salami essenoder die in Frankreich.Und der Großversuch lautet, ja, alle die, die das essen,wir haben ja keine Alleinfuttermittel bei Menschen,aber die Salami findet ja breite Akzeptanzund de facto sind die Testanten alle diejenigen,die die Salami essen.Okay.Und wenn ich jetzt fermentiertes Produkt habe,dann ist das ja auch so, wenn ich mir nicht ganz sicher bin,ich gehe nochmal zum Fleischzeug,Aminosäuren sind da wirklich alle drin,dann könnte ich ja rein theoretisch,um die Darmgesundheit zu fördern,würde ich jedenfalls empfehlen,jetzt ein fermentiertes Gemüse zu auf jeden Fall nehmen,um Milchsäurebakterien wirklich auch in den Dickdarm zu bekommen,damit wir auch den pH-Wert im Dickdarm schön haben,dass wir dort auch nicht so viel Wasser gezogen wird,damit Durchfall entsteht und vor allem,dass die Darmgesundheit tatsächlich auch wirklich auf Vordermann kommtund das eventuell dann paaren mit einer alternativen Proteinquelle,sei es Fisch, sei es Insekt oder sei es ein Retterfleischoder was auch immer, auch eventuell mit einem Barf.Ist ja dann in dem Moment denkbar.Also das ist nicht nur eine schöne Idee,über die man mal so kurz reüssieren kann,sondern es ist de facto wirklich so,dass das ein konkretes Konzept sein kann,oder in den USA, dummerweise wieder in den USA,schon in Teilen wirklich angeboten wird,weil die eben auch die gekühlten Produkte haben.Das ist natürlich ein Vorsprung.Ich habe dir ja damals gesagt,ich war jetzt auch inzwischen im,du weißt das natürlich alles ist klar und so,aber ich gehe ja bei dir in die Schule.Das musst du ja nicht sagen.Ich bin doch heute der Unbewissende.Also die gekühlten Sachen kann man natürlich,also gerade fermentierten Geschichten,kann man natürlich die Haltbarkeit deutlich verlängern.Und de facto will ja auch keiner vergammeltes Zeug habenund erst recht nicht dafür Geld zahlen.Zu dem Retterfleisch oder zu,also für die Leute, die nicht wissen, was Retterfleisch ist.Das ist das, was wir quasi verwenden,zum Beispiel jetzt bei Fairfresh und wir stehen auch dazu,was eben im offiziellen Verkauf von den zumindest in Mitteleuropabefindlichen Kundinnen nicht gekauft wird.Ist also kein Abfall, kein Nebenprodukt, der dann irgendwie,ich sage mal, schlecht für das Tier ist,sondern es ist einfach so, dass aus kulturellen oder kommerziellen Gründenes hier nicht verkauft werden kann.Und das kann man wunderbar.Und jetzt komme ich zurück zu dir.Also das wäre eigentlich einer meiner Ziele.Jetzt spoilere ich mal.Wenn ich im Sommer nichts zu tun habe,fange ich auf jeden Fall an, mal unsere Fleischmengenoder kleinere Fleischmengen mit den Salamikulturen zu impfen.Also unter uns ist einfach nur ein Test.Weil ich würde mich interessieren, ob dieses Fleisch sich wirklich dann auchso verändert und über die Zeit eben auch eine Haltbarkeit entwickelt.Aber das sind Fake News, Klaus, die du da gerade bringst,weil du im Sommer keine Zeit oder Zeit.Okay, das ist jetzt was anderes.Also ich habe mich in der Tat.Also ich muss mich ein bisschen jetzt nicht wegen der Ehrenrettungund Rechtfertigung, aber ich will dir sagen, ich habe schon die Kulturenbei einem ehemaligen Metzger, der sich jetzt darauf spezialisiert,diese Kulturen, ist echt passiert, ist kein Fake,der sich darauf spezialisiert hat, weltweit diese Kulturen Leutenzur Verfügung zu stellen, also wohlgemerkt im Humanbereich.Und der macht sich jetzt Gedanken, welche Kulturen er für den Hundfür richtig hält und schickt mir dann diese Kulturen zuund ich impfe in das Fleisch.Das glaube ich ja, das meine ich ja nicht als Fake News,sondern die Fake News war ganz einfach, dass du Zeit hast.Ja, wobei ich bin ja nicht ganz alleine.Also von dem her, ich kann ja auch mal was abgeben.Nein.Aber ich muss eins eben noch mit reinbringen.Ich habe ja vorhin gesagt, es sind Vitamine dementsprechend drin enthalten.Ja, und was kann ich denn überhaupt tatsächlich zusammenbringen?Also ich bringe es mal auf den Punkt.Geeignet für die Fermentation beim Hund ist auf jeden Fallgemüse-technisch die Karotte, der Kürbis, Fenchel und Gurke.Kräuter sind es Petersilie, Basilikum aber bitte in kleinen Mengen.Bei pflanzlichen Stärkequellen ist es der gekochte Reis und die Hirse.Ja, und das Ganze bringt die Milchsäure-Bakterienkulturen,zum Beispiel den Lactobacillus.Lactobacillus plantarum zum Vorschein.Nicht geeignet sind für den Hund natürlich Zwiebeln, Knoblauch, Lauch.Das ist einfach giftig.Zuckerhaltige Zutaten.Ja, da kommen ganz einfach Häfen dann hinter, die wir nicht haben wollen.Die wollen wir ja weg haben.Wir möchten ja auch, dass die Magenschleimhaut mit einem guten IGA versorgen,so dem Schleimhautbildner, dass wir eine gute, stabile Magen- und Darmschleimhaut habenund kein Leaky Gut.Dann, was nicht rein darf, ist stark eiweißhaltige Fleischanteile,wo das Fäulnisrisiko zu groß wird, deswegen auch Trennen dabei.Und konservierte oder industrielle Fertigprodukte, die dürfen auch nicht mit rein.Was wir aber ergänzen müssen oder ergänzen sollten, ist Vitamin B12 und D,Taurin auf jeden Fall, Omega-3-Fettsäuren, weil gerade auch, wie kriegen wir sonst Öle da rein?Wie bekommen wir sonst dementsprechend die guten Omega-3, Omega-4?Omega-6, Omega-9-Fette dabei.Wir müssten sie dementsprechend über Nährstoffergänzung dazufügen.Dann Mineralien wie Zink, Kupfer und Calcium und natürlich die essentiellen Aminosäuren,Methionin und Tryptophan müssen wir dementsprechend zugeben.Kontrolliert.Ansonsten haben wir eine Unterversorgung.Das hört sich in dem Moment spannend an, ist aber trotzdem etwas, wo wir auch sagen müssen,wir haben ja auch schon über Pflanzliches gesprochen mit Dr. Andrew Knight,und das gehört mit da rein.Wir sind hier in der pflanzlichen Ernährung, wir sind hier in einer veganen oder vegetarischen Ernährung.Und da müssen wir halt wirklich auch dann nicht Pi mal Daumen vorsichtig sein,weil da kann der Hund dann dementsprechend nämlich vor den Hund gehen, wenn es nicht klappt.wenn wir es aber richtig zusammenstellen, wenn wir meinetwegen erst mal nur mit einem fermentierten Gemüse anfangen,um auch zu gucken, wie mein Tier darauf reagiert, dann ist das sehr ungefährlich.Aber wir sollten ganz einfach sagen, dass wir das nicht tun.Wir sollten einfach darauf achten, es muss etwas zugesetzt werden.Das ist ganz wichtig.Aber ein Spoiler für alle diejenigen, die Labradore haben oder auch den Labradoodle oder den Golden Retriever.Diejenigen, die so wie so ein Staubsauger über den Boden gehen und irgendwie nimmer satt sind.Das sind ja nicht nur diese Hunderassen.Durch den regelmäßigen Verzehr von fermentierten Produkten nimmt das unkontrollierte Appetithaben,nämlich ab und es kann sogar bis zum kompletten Nicht-mehr-vorhanden-Sein verschwinden.Das heißt, die Reglementierung des Grelins im Gehirn, im Hypothalamus, ist in dem Moment etwas, was dadurch beeinflusst wird.Und das ist etwas, was durch die Milchsäurebakterien wunderbar dementsprechend seinen Signalweg findet, getriggert wird.Verstehe ich, ja.Also du hast eine kleine Anmerkung nur oder Ergänzung, also keine Anmerkung, Ergänzung.Nein.Es sind alle Milchprodukte wie zum Beispiel Hüttenkäse oder fermentierte, also es gibt ja diverse fermentierte Milchprodukte,die ja auch gerne den Weg bis in den Napf finden, weil sie eine hochwertige Proteinquelle sind.Ist jetzt nicht vegan, ist mir klar, aber du hast ja auch vegetarisch gesagt.Und ich glaube ehrlich gesagt, dass für viele Leute vielleicht dieser vegane Weg zuerst mal zu steinig oder vielleicht sogar unmöglich erscheint.Der vegetarische Weg dagegen sehr wohl gangbar und machbar ist.Und da eben dann doch auch wieder eine Kalziumquelle da ist, eine Proteinquelle da ist.Manche B-Vitamine sind drin.Also natürlich klar, B12 muss man trotzdem zusetzen, ja.Auf jeden Fall eins, Fermentation verbessert definitiv die Bioverfügbarkeit der meisten Lebensmittel.Ja, durch diesen Fermentationsprozess, über den wir gerade sprechen.Aber wir müssen wirklich aufpassen, deswegen einfach nur dieses Hüti Hüti.Es setzt keine ausgewogene Rationsberechnung.Oder es setzt keine voraus, ne?Also ich glaube es ist auch nicht so, dass jetzt unsere Hörerinnen glauben, dass sie oder beziehungsweise annehmen, dass sie jetzt einfach morgen anfangen können fermentierte Produkte alleine zu produzieren.Viele haben es vielleicht noch bei Oma irgendwo auf dem Regal stehen, ne?Das stimmt, aber ich glaube eher, dass es so eine Art Ergänzung ist, die man als Topping oder in einer Art von einer kleinen Mischfütterung mit der startet und dann auch damit Erfahrung sammelt.A ganz offen.Hunde sind, manche Hunde, du hast schon zwei genannt, sind Staubsauger, ja.Aber es gibt auch schläckige Hunde und Hunde, die einfach vielleicht dann doch diesen Geruch oder diesen Geschmack nicht so mögen.Und der andere Punkt ist, dass man natürlich auch immer, also es geht jetzt um Mögen, also das, was der Hund wirklich freiwillig isst.Aber dann ist natürlich auch das, was hinten rauskommt.Und da muss man natürlich schon auch wirklich genau hinschauen.Das Auge des Herrn ernährt das Vieh, hat mein alter Meister im Bauer immer gesagt.Ich glaube, dass man sehr genau hinschauen muss, auch was, wie verändert sich dann eben der Kot letztendlich der Fezis, ja.Ja, definitiv.Aber so zum Abschluss, ist fermentiertes Hundefutter die nächste Evolutionsstufe unserer Tierernährung oder nur ein weiterer Gärprozess, den wir verdauen müssen?Also Gärprozess auf jeden Fall.Gärprozess auf jeden Fall, ne?Gärprozess auf jeden Fall, tolle Allegorie.Ja, also ich glaube, dass wir viele...Das erinnert mich jetzt gerade an die Mobilitätswende.Ich schweife nicht ab, ich will nur sagen, es gab da eine Zeit, da hat jeder gedacht, es wäre nur Wasserstoff, dann ist es irgendwie alle Elektro, jetzt dann Plug-in oder ich weiß nicht was.Ich glaube, es gibt viele Wege nach Rom.Und was mich echt total freut, und das will ich jetzt auch zum Abschluss so sagen, ist der, der nicht nur trennt, sondern die ganz klare Richtung hin zu fleischärmerer oder sogar fleischfreier Ernährung,die aus meiner Sicht immer größer wird.Also ich sehe es ja und höre es ja aus der Branche.Und in dem Zusammenhang, sage ich mal, kann man wunderbar fermentiertes, entweder selbst fermentiertes oder auch vielleicht kann man sich auch zusammentun mit anderen,sodass die Menge einfach besser abgenommen wird, weil es ist ja auch nicht ewig lang haltbar, sodass man dann wirklich auch mal ins Tun kommt.Und sagt, okay, ich koche nicht nur, sondern ich fermentiere was.Und vielleicht probiert der eine oder andere dann auch das, was er da fermentiert.Aber trotzdem halten wir fest, auf diese Art und Weise stärken wir das Immunsystem.Du bist oder die Hunde sind den Krankheiten wesentlich besser gewappnet.Sie können wesentlich besser mit Allergenen umgehen oder die entstehen erst gar nicht.Das Immunsystem wird definitiv gestärkt.Und wenn wir das Ganze wissenschaftlich begleiten und mikrobiologisch auch absichern und gezielt einsetzen, warum dann nicht?Ja.Aber ganz einfach ein Trend alleine ersetzt ja keine Analyse dieser ganzen Geschichte.Und vielleicht braucht man ein bisschen mehr Mut dann zum Mikrobenmix, würde ich mal sagen, der dann aber ganz einfach mit Verstand gemacht wird und nicht mit Marketing, was wir ja leider zu oft erleben, dass mit einmal das Marketing da ist, weil man sieht, oh, am Futtermittel im Himmel gibt es was Neues.Wir fermentieren jetzt.Natürliches Fermentieren, natürliche Prozesse, aber auch da wirklich den Verstand einsetzen.Und ich bin dafür auf jeden Fall, das zu probieren.In kleineren Schritten dazu zu tun, wie du es gerade auch gesagt hast, ja.Und dann zu sagen, ja, wir testen uns daran oder wir tasten uns daran.Wir testen und wir tasten uns daran.Herzlichen Dank fürs Zuhören.Bis zum nächsten Mal.Und wer hier dazu was sagen möchte, bitte kommentieren.Sagt uns bitte Bescheid, was ihr davon haltet.Interessiert uns gewaltig.Seid ihr interessiert an Fermentierung?Wenn, dann lasst es uns bitte, bitte, bitte wissen.Bis dahin, bis zum nächsten Mal.Ich sage Tschüss.Ich sage ebenfalls Tschüss und auf Wiedersehen.
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