#13 - Welche Verpackung ist egal, solange alles in den gelben Sack kommt!?
Shownotes
Verpackungswahnsinn in der Tiernahrung – Nachhaltigkeit oder nur ein grüner Anstrich?
Online-Shopping boomt – und mit ihm der Verpackungsmüll. Besonders seit der Corona-Pandemie sind die Abfallmengen in Deutschland auf ein besorgniserregendes Niveau gestiegen. In dieser Folge sprechen wir über die Herausforderungen und Chancen nachhaltiger Verpackungslösungen in der Tiernahrungsindustrie.
Welche Rolle spielen recycelte Materialien, und warum ist Papier nicht immer die beste Lösung? Bis 2030 sollen Verpackungen gesetzlich recycelbar sein – doch reicht das aus? Wir diskutieren die Cradle-to-Cradle-Vision, die Verantwortung von Herstellern und den Einfluss des Handels auf nachhaltige Verpackungslösungen.
Außerdem werfen wir einen Blick auf die Umweltproblematik von Aluminium in Tetrapacks und die Herausforderungen bei der Verpackung gefrorener Lebensmittel. Wie können Hersteller nachhaltige Lösungen entwickeln, und wie können wir als Verbraucher Druck auf die Industrie ausüben?
Nachhaltigkeit #Verpackungen #Tiernahrung #GreenologenPetpanel
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Wir bestellen immer mehr online. Die Verpackungsmüllmenge erhöht sich vor allem seit Corona wegen massiv gesteigertem Kartonagenverbrauch.Und jetzt kommt ein anderer Punkt, der Staat. Ich bin nicht derjenige, der immer nach dem Staat ruft und nach Regularien und so weiter.Aber es gibt jetzt ein klares Kreislaufwirtschaftsgesetz und bis 2030 spätestens müssen wir nicht nur noch recycelbare Verpackungen haben,sondern müssen auch in den Verpackungen selber recyceltes Material haben.Willkommen beim Grinologen Petpanel Podcast. Wir haben uns lange nicht mehr gehört, ist ein bisschen her, aber wir sind deswegen nicht weg vom Fenster.Es war nur sehr viel los und wir starten einfach weiter durch. Wir, das sind der Joe Rahm und der Klaus Wagner, der ist nämlich auch hier.Hallo zusammen, ebenfalls. Ich freue mich sehr.Heute stellen wir uns eine große Frage, nämlich welche Verpackung...Den ganzen Verpackungswahnsinn, den wir haben für Hunde oder für Tiernahrung, sag ich mal, ist denn wirklich nachhaltig?Und da kommt so meine erste Geschichte, mit der ich dir entgegenkommen möchte.Und zwar Verpackungen sind ja ein scheinbar banales Thema.Aber was da alles dranhängt, ist wahnsinnig umfangreich.Ob aus Kunststoff, aus Papier oder Glas, Verpackungen werden in unserer Konsumgesellschaft,vielfältig eingesetzt, auch gerade im Tierbereich und landen leider oft kurze Zeit später im Müll und zwar in Massen.Rund 227 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf fielen im Jahr 2022 in Deutschland alleine an.Und damit liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt von knapp 186 Kilogramm pro Kopf.Und der Verpackungsmüll seit 2005 steigt ständig an und wir haben mittlerweile in Deutschland 21 Prozent Wachstumsrate.Ich meine, wenn ich mir das angucke, wenn bei uns Tierfutter reinkommt, wie viel an Verpackungsmüll da überbleibt.Allein auch an Kartons, die in der weggehen, das ist eine Menge.Wenn ich mir dann angucke, wie viel auch tatsächlich, sag ich mal, an Dosen ein Tier braucht, ein Hund oder eine Katze,wenn man halt eine Dose verfüttert, den Inhalt einer Dose, ist das ja gewaltig viel.Und nehmen wir nur ein Beispiel, da komme ich bei einem 25er.Ein 25-Kilo-Hund macht knapp auf 400 bis 500 Dosen pro Jahr.Und bei einer 4-Kilo-Katze mit 200 Gramm Dosen liege ich da auch schon bei ungefähr 350 bis 370 Dosen.Und das ist eine Menge Verpackungsmüll.Und von daher die Frage, wie siehst du das, Klaus, mit diesen ganzen Verpackungen?In der Tat, das ist ein großes Thema, wobei man muss immer dazu sagen, es wird wahnsinnig viel darüber diskutiert.Und nachher auch viele Meinungen bilden sich.Ob die richtig sind oder nicht, faktenbasiert oftmals weniger.Aber nachher die Konsequenz im Alltag ist wesentlich geringer.Ich gebe ein Beispiel, Unverpacktläden, die ja quasi so ein Versuch, nicht ein Versuch,die die Lösung für die Vermeidung von vielen Plastik, vor allem Plastikverpackungen wären,tun sich extrem schwer in der Umsetzung und in der Wirtschaftlichkeit.Und so ist es.Und Plastik wird verpönt, wird in der Diskussion an den Pranger gestellt.Ich habe extra in Vorbereitung von dem Podcast nochmal die neueste ZDF-Reportage dazu angeschaut.Gibt viele in der Mediathek.Die letzte ist wirklich gut, muss man sagen.Es ist gut recherchiert weltweit.Und der Verpackungsmüll ist allgegenwärtig.Aber diese zweistelligen Wachstumsraten, Joe, von denen du geredet hast,sind genau das, was weltweit passiert.Und es wird wahnsinnig viel darüber diskutiert,dass Verpackungsmüll,respektive vor allem Plastik, nicht ins Meer kommen soll.Aber jetzt, wie du schon richtig gesagt hast,wir bestellen immer mehr online.Die Verpackungsmüllmenge erhöht sich vor allem seit Coronawegen massiv gesteigertem Kartonagenverbrauch.Und jetzt kommt ein anderer Punkt.Der Staat, ich bin nicht derjenige, der immer nach dem Staat ruftund nach Regularien und so weiter.Aber es gibt jetzt ein klares Kreislaufwirtschaftsgesetzund bis 2030 spätestens müssen wir,nicht nur noch recycelbare Verpackungen haben,sondern müssen auch in den Verpackungen selberrecyceltes Material haben.Und diese Anforderungen, die sind ganz klar auf dem Tisch.Deswegen, ich glaube, das ist auch nicht nur ein Ansatzpunktfür unseren Podcast heute,sondern es ist eigentlich der Blumenstrauß und die Bandbreite.Wie können wir morgen anfangen,eine bessere Welt zu schaffen mit weniger Verpackungsmüll?Warum ist es denn nicht ganz einfach so,egal welche Verpackung wir haben,dass sie einfach nur recycelt werden?Dass, ich sage mal, der Recycler für alles eine perfekte Lösung hat?Ich habe gestern in der Reportagedie Cradle-to-Cradle-Vision noch mal klar vor Augen gekriegt.Cradle-to-Cradle bedeutet, dass alles, was man erstellt,nachher wieder zu dem wird, was es mal ursprünglich war.Und da ging es um fast 4000 Exponate, die gezeigt worden sind.Unter anderem ein Schuh.Und ich weiß, wir müssen über Hundefutter reden,aber der Schuh wurde dann...Das wird ja auch schnell mal zum Hundefutter.Wie viele Hunde essen ein Schuh?Nur als Beispiel.Und der Professor, der da sehr klug und sehr intelligentauch sicherlich die Hintergründe gegeben hat,sagte eindeutig, es dürfte kein einziger Herstellervon egal was erlaubt werden,sondern eine Verpackung,zu kreieren und in den Markt zu bringen,ohne für das Recycling oder die Entsorgung,eine fachgerechte Entsorgung,eine ressourcenschonende Entsorgung zu sorgen.Und das ist aktuell noch nicht der Fall.Das ist ja mal meine Frage.Warum ist das nicht so?Kernproblem.Ich versuche eine Antwort.Erstens, es wird gesetzlich nicht gefordert.Zweitens, der Endkunde fordert es nicht und bonitiert es nicht.Er bonitiert es nicht.Er sieht nicht, dass er honoriert ist.Er sieht nicht den Vorteil davon,zum Beispiel jetzt Plastik wirklich zu vermeiden.Ich gebe ein Beispiel.Als ich 2003 in den PET-Bereich massiv eingestiegen bin,gab es, waren wir der letzte Mohikaner bei meiner alten Firmamit Papierverpackungen im Trockenfutterbereich.Und alle anderen sind auf Plastik gegangen.Und es wurde mir permanent jahrzehntelang erzählt,wie furchtbar es ist, dass wir noch Papier machen.Und jetzt habe ich gesagt,ich habe den Eindruck, dass wieder der Trend zurück zu Papier ist.Also man muss manchmal auch einfach nur den längeren Atem haben.Wobei ich nicht sagen will, dass Papier besser ist als Plastik.Also unter Ressourcengesichtspunkten ist das anders der Fall,solange ein Recycling stattfindet.Von dem her, es geht.Allein der Wille muss da sein.Ja, das, was du gerade gesagt hast,so dieser Rückgang zum Papier, das stelle ich auch fest.Es gibt ja die ein oder anderen Unternehmen im PET-Food-Bereich,die tatsächlich recycelte Ware einsetzen.Recycelte Kartons, recycelte Verpackungen für ihr Trockenfutter.Aber bei dem Dosen wird es dann schon schwieriger.Aber es gibt ja auch die Lösung halt, wie du es sagtest,Pouches oder Tetra Pak.Da kommen wir aber gleich noch zu.Aber trotzdem ist es so, der Verbraucher sagt ja auch,stelle ich immer wieder fest, wenn ich mich unterhaltemit meinen Patientenbesitzern, dass die sagen so,boah, dieser ganze Verpackungsmüll, da kommt dann,wenn ich ein Futter empfehle, wie wird das denn,was ist das eins?Ist das eins, was in der Dose kommt?Weil wir wohnen im fünften Stock und da müssen die ganzen Dosenja hochgeschleppt werden.Und ich habe dann ja hinterher unfassbar viel an Dosenin meinem Müllsack drin und die müssen ja alle irgendwievernichtet werden.Also da ist schon so ein Trend, wo du feststellst,dass die Leute das nicht unbedingt wollen.Ja, und dass sie halt sagen, gut, ich habe ja dann hinterherauch viel höhere Kosten, weil ich muss ja viel mehr Müll wegbringen.Das ist schon ein Ding, was da passiert.Aber warum verwenden Hersteller denn überhaupt solche Materialien?Ist das eine Kostenfrage?Also, kleine Anmerkung noch zu deinem ersten Statement.Also es gibt ein Product Environmental Footprint, PEF genannt.Und dieser, das ist ein Fachwort, muss man sich nicht merken,aber ist deshalb interessant, weil der quasi die Ressourcenverwendungim Rahmen eines Lifecycles von jedem Produkt bietet.Und in diesem PEF ist klar beschrieben, bei Trockenfutter zum Beispiel,ist die Ressourcenverwendung bei Verpackungen zwischen 2 und 5 Prozent.Also 95 Prozent ist nicht die Verpackung.Bei Dosenfutter ist es über 20 Prozent, 20 bis 25 Prozent.Und diese 25 Prozent sind deshalb wichtig, weil das genau das widerspiegelt,was du gerade gesagt hast.Das heißt, wir haben viel höhere Müllmenge und auch vor allem Gewicht.Eine Dose hat ein Leergewicht von 45 Gramm und hat in der Regel ein Inneres,also ein Gewicht, was es an Inhalt mit sich bringt, zwischen 200, 400, 500 Gramm vielleicht.Also das heißt, das Dosengewicht ist extrem hoch und muss immer mittransportiert werden.Also das heißt, ich glaube, dass wir verschiedene Dimensionen in der Verpackungswelt haben.Wir haben die Dimension der Ressourcenverschwendung, im wahrsten Sinne des Wortes Verschwendung,weil das Allermeiste, du hast es gesagt, sind Einwegverpackungen.Und ehrlicherweise, die Ressource ist aktuell noch nicht richtig bepreist.Also Öl und Gas ist noch zu billig, ist immer noch zu billig,auch wenn es die Autofahrer vielleicht anders titulieren würden.Und gleichzeitig, vor allem für Papier wird meistens ignoriert, dass wir da ebenfalls Ressourcen brauchen,namens Bäume, die auch nicht mehr in den Himmel wachsen.Und ganz im Gegenteil, wir jedes Jahr weniger Wald auf der Welt haben.Und deswegen auch bei Papier, dieser scheinbar endlosen Renewable-Ressource, werden wir in einen Short-Titch reinlaufen.Das haben wir ja auch, da kommen wir gleich noch zu, beim Tetra Pak ja auch.Das wird ja hergestellt aus Papierfasern.Und der dritte Bereich ist der Plastikbereich. Ich komme gleich auf Petra.Der dritte Bereich ist der Plastikbereich und der wird immer gleich verschrien, im wahrsten Sinne des Wortes,so nach dem Motto, mein Gott, das ist ja fossil und Katastrophe und das bleibt ja tausend Jahre im Meer und so weiter.Wir müssen uns von dieser plakativen, vereinfachten, verkürzten Diskussion lösen und ehrlicherweise sagen,und jetzt kommen wir zu deinem Anfangsfrage zurück, die die beste Frage war,warum machen wir nicht alles immer im Kreislauf?Und genau das ist die Frage, die wir beantworten müssen.Verpackungen müssen in Zukunft voll recyclingfähig sein und recycelt werden und auch aus recyceltem Material wieder bestehen können.Und diese drei Sätze, das ist eigentlich, wir könnten jetzt den Podcast abkürzen,diese drei Sätze, wenn das jeder Produzent, Hersteller von Hundefutter für seine Angebote an die Endkunden umsetzen würde,dann hätten wir in wenigen Jahren eine ideale Welt.Leider Gottes müssten dann, ich sage mal,ich sage es nur ungern, aber es ist so, manche wahrscheinlich komplett aufhören,weil ihre Art und Weise der Tierernährung gar nicht in der Lage ist, anders verkauft zu werden und verpackt zu werden.Also ist das in dem Moment schon eine Kostenfrage?Immer. Das ist jetzt schon eine Kostenfrage, die wird allerdings in der Zukunft noch viel, viel größer.Wer jetzt die Öl- und Gaspreise zum Beispiel verfolgt, die sind tages- und wochen- und monatsabhängig,sicherlich spekulativ und volatil, aber letztendlich gibt es nur einen Weg, der ist nach oben.Und bei Papier, Fasern genauso, es gibt nur einen Weg nach oben.Und wir werden, also diese Effizienzsteigerungen, die sind weitestgehend ausgeschöpft.Effizienzsteigerungen sind, dass zum Beispiel die Dicke von Verpackungen seit Jahrzehnten immer dünner wird.Eine Dose war vor zehn Jahren wesentlich dicker, als sie heute ist, aber dünner geht halt nicht mehr.Plastik.Dünner geht nicht mehr.Papier, eine Tetra Pak, die darf ja auch nicht reißen, die muss ja harten Autoklavier-Vorgängen auswiderstehen,die kann nicht dünner werden.Also von dem her, ehrlicherweise, wir sind da an der Grenze angelangt und müssen jetzt sagen,was ist, so ähnlich wie bei der Autodiskussion, welchen Antrieb der Zukunft wollen wir?So müssen wir beantworten, welche Verpackungsart der Zukunft wollen wir?Ja, aber dann muss ich doch eins sagen, sorry, aber ich als Endkunde mit meinem Tier,möchte eigentlich nur ein Futter haben.Ganz ehrlich, mich interessiert in dem Moment die Verpackung nicht, ob ich das jetzt aus einer Dose bekomme,aus einem Tetra Pak oder sonst, der Inhalt muss klasse sein.Also erwarte ich doch bitteschön von dem Hersteller, dass der das so produziert, er ist der Produzent.Wenn ein Auto gebaut wird, werde ich als Verbraucher ja auch nicht gefragt, was will ich für ein Auto fahren,es wird einfach von der Wirtschaft vorgegeben.Es muss ja dort auch geguckt werden, dass etwas recycelfähig ist.Am laufenden Meter, ja, es muss ein recycelfähiges Innenraum sein, das muss bestimmten Gesetzmäßigkeitennatürlich auch standhalten, so von wegen Crashtest und dergleichen, dass da nichts splittert und, und, und.Das ist ja ein Riesengroß, aber es muss ja irgendwie wieder recycelt werden.Da macht das der Hersteller ja auch.Also kann es nicht etwas sein, was dem Hersteller per se aufs Auge gedrückt wird, per Gesetz?Also erstens mal, der Gesetzgeber, zumindest in Europa, macht das ja in Zukunft.Also er versucht es, in welcher Konsequenz und wie das eingefordert und vor allem bestraft wird,das sei dahingestellt und es muss auch in nationale Gesetzgebungen noch überführt werden.Also wir sind halt ein vielstimmiger Chor in Europa.Also von dem her, das wird passieren, aber nicht in der Geschwindigkeit, wie es eigentlich notwendig wäre.Und jetzt ist es so, dass wir die Herausforderung haben, ich gebe dir ein Beispiel.Tesla ist auf den Markt gekommen mit Elektroautos und wir haben bis heute, ich weiß nicht, 10 Jahre gibt es die, keine Ahnung,bis heute keine funktionierende Batterie-Recycling-Systeme. Überhaupt nicht. Keine einziges.Dabei muss der glaube ich alle 5 oder 6 Jahre muss da eine neue rein, ne?Das weiß ich nicht.Da bin ich kein Fachmann, aber manchmal brennen sie auch ab, dann ist es anders gelöst.Schon schwierig genug.Aber es gibt einfach kein Recycling, und zwar weltweit nicht.Es ist ja gar nicht so, dass das jetzt nur in Deutschland so ist oder so.Und so ist es im, also wir haben halt keinen, also wir werden hoffentlich auch keinen Kommunismus und Staatsdirigismus bekommen,der uns quasi vorschreibt, welche Verpackung nicht mehr geht.Aber es gibt seit letzter Woche oder beziehungsweise seit 1.1.zum Beispiel die Verpflichtung in ganz Europa nur noch den USB-C-Stecker für die Aufladung von neuen in den Verkehr gebrachten Elektrogeräten anzuwenden.Das erleichtert und reduziert enorm den Müll und erleichtert der Endkundin den Umgang.Und ehrlicherweise, ich erwarte sowas auch über die Bepreisung von schädlichen, umweltschädlichen Ressourcen, schädlichen Verpackungen.Das muss passieren.Ja genau, das ist ja das, was ich vorhin meinte.Jetzt momentan ist es so praktisch für den Hersteller.Schlecht für die Umwelt, aber was bedeutet das für den Verbraucher?Der Verbraucher, wenn du vorhin sagst, okay, von dem Verbraucher kommt es nicht.Ganz ehrlich, was hat denn der Verbraucher für einen Einfluss da drauf?Wenn der jetzt, was muss er machen? Muss er boykottieren? Darf er keine Dosen mehr kaufen oder was soll er tun?Also ehrlicherweise, das würde ich von ihm fordern, ja.Also ich weiß, dass ich damit, ich will nicht sagen in eine Außenseite,ich will nicht aus weiter Position mich manövrieren, aber ich bin der Meinung,dass wir alle so stolz sind, in einem freiheitlich demokratischen Staat leben zu dürfen, der mündige Bürger erlaubt.Und mündiger Bürger ist für mich immer, dass er nicht nur die Freiheit hat,sondern auch die Verpflichtung hat, sich über das, was er tut, zu informieren.Und das bedeutet auch, dass man zum Beispiel weiß, dass Stahl ein extrem ressourcenintensiver Stoff ist,der bei 1200 bis 1500 Grad eingeschmolzen werden muss.Was extrem hoch ist, was aktuell absolut fossil basiert istund was mit Renewable-Strom aktuell fast nicht, siehe Duisburg, siehe Thyssenkrupp, die gerade pleite gehenoder beziehungsweise diesen Bereich mit Wasserstoff komplett abgeben wollen oder stoppen.Das geht einfach aktuell nicht. Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar.Und ganz offen, ich glaube, dass aber weniger die Leute über die hohe Energie,Energieintensität gecashed werden, sondern eher über die Müllmenge.Also das heißt, dass die Leute einfach aufhören zu sagen, dass sie merken,dass die große Müllmenge für sie echte Kosten und Aufwand bedeutet.Und wenn sie zum Beispiel, jetzt komme ich auf Pouches, aber bei Pouches,also das sind für die Leute, die Pouch das Wort nicht kennen,das sind die Folienbeutel aus aktuell noch weitestgehend nicht recyclingfähigen,nicht recyclingfähigen Verbunden.Das sind Kunststoffen.Die erkennt man ganz einfach daran, dass da immer eine Aluminiumbeschichtung eigentlich dabei istund daran erkennt man die.Und jetzt gibt es zum Beispiel bei Fairfresh eben voll recyclingfähige Polypropylenbeutel.Ansonsten habe ich die im Markt noch wenig oder gar nicht getroffen,die als Einstoff versehen wirklich erstens mal die Müllmenge reduzieren,die Ressource pro Verpackung reduzieren und am Ende natürlich wieder voll in den Kreislauf eingepackt werden.Die müssen dann auch wieder reingespeist werden können.Und ganz offen, wir brauchen viel mehr solche Lösungen und die müssen auch durchgetragen werdendurch alle Gebindegrößen und der Handel.Jetzt komme ich noch zum dritten Player.Du hast Hersteller angesprochen, wir haben Endkundinnen angesprochenund jetzt komme ich noch zum Handel.Der Handel, ganz offen, hat eine ganz große Verantwortung.Von einem der Discounter weiß ich, dass sie zum Beispiel klare Anforderungen an die Lieferanten haben,die Plastikmenge zu reduzieren jedes Jahr oder auch generell die Verpackungsmenge.Das ist doch gut. Das würde ja bedeuten, im Zoofachhandel,wenn dementsprechend der Zoofachhandel sagen würde, okay, wir fordern jetzt ganz einfach von den Herstellern,dass genau das umgesetzt wird, das, was du gerade sagst, dann wäre das ja ein Weg.Dann müsste das ja nicht der Verbraucher machen.Wen soll sich der Verbraucher denn wenden?Der kann ja auch nur zum Zoofachhandel gehen oder zum Baumarkt oder zu einem Discounter,wo er das kauft und sagt so, nee, das möchte ich so nicht mehr oder was können wir tun?Das ist ja schon schwierig und ich glaube auch, dass die meisten Verbraucher,natürlich wünschen sie sich etwas recycelfähiges.Die freuen sich darüber, wenn so etwas kommt, aber selber aktiv dahingehen,da sagen die so, nee, nee, das ist irgendwie alles zu viel.Ja, das stimmt. Also mit dem aktiv dahingehen bedeutet für mich zuerst mal,die gehen ja aktiv wohin, egal ob sie es online kaufen oder im Zoofachhandel.Die gehen zum Beispiel in den Zoofachhandel, aber da könnten sie ja dann fordern,Leute, gibt es sowas nicht? Also ich weiß definitiv, es gibt Läden,da kann ich ja hingehen und kann sagen so, ich weiß sowas, ich brauche keinen 12-Kilo-Sack,meinetwegen Trockenfutter, ich habe hier meinen Beutel mit.Ja.So ein sowas weiß ich, ein Frischhaltebehälter, ich will jetzt keine Firma nennenund füllt mir das da rein. Das machen tatsächlich ja auch schon Leute.Aber wenn du jetzt einen größeren Hund hast, dann gehst du da mit 12 Kilo raus,das heißt, du musst es ja schleppen und das ist manchmal recht schwierig.Ja, egal ob es ein Sack ist oder ob es dann plötzlich noch so eine Plastikkiste mit dabei ist.Das wird gemacht, aber nicht der große Teil macht das.Ja, also ich glaube, dass wir wirklich dahin kommen müssen,dass die Leute sich im Einkauf und im Einkaufsprozessschon wenigstens das Mindestmaß an Interesse zeigen.Also Mindestmaß an Interesse, ich gebe zwei, drei Beispiele.Sich gefrorenes Fleisch oder Futter kommen zu lassen, mag zwar bequem erscheinen,aber hat immer eine größere Müllmenge zur Folge.Also die Umverpackung um gefrorenes Material, um es überhaupt verschickbar zu machen,ist einfach Müll und ob das dann recycelbar ist oder nicht, ist zuerst mal egal.Da frage ich mich, ist das überhaupt die richtige Art und Weise, das Tier zu füttern?Ja, also ich rede jetzt nicht von, also ich rede explizit nicht davon,dass das schlecht fürs Tier wäre, sondern dass diese Art der Fütterungimmer mit dieser Müllmenge verbunden ist und bei einer Dose genauso.Es bleibt ja noch nicht mal beim Müll, Klaus, es bleibt ja schon alleine dabei.Bleiben wir mal bei der Tiefkühlware, die kommt.Weißt du, wie viel Tiefkühlware wieder zurückkommt?Weil die wieder zurückgeschickt werden muss, weil die angetaut ist?Keine Ahnung.Weil sie zum Beispiel zum Wochenende hin verschickt wurdeund dann letztendlich beim Dienstleister, bei dem Versender irgendwo in einer Lagerhalle war,aber nicht gekühlt.Ich weiß, genug Kunden, die gesagt haben, das, was da gekommen ist, ist angetaut gewesen.Das muss ich wieder zurücksenden.Und die dann irgendwann auch die Schnauze voll hatten.Du musst jetzt überlegen.Das Zeug kommt zurück.Das muss dann ja irgendwie vernichtet werden.Das ist ja ein Riesenaufwand dahinter.Und was letztendlich ja auch für den Dienstleister, für den Transportdienstleister da einfach,sage ich mal, abgegeben wird an Verantwortung, nämlich die Kühlkette einhalten.Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.Gerade im Sommer, jetzt geht es ja gerade noch.Das ist ja ein Wahnsinn, wer dahinter steckt.Und wenn ich dann so einen Pouch sehe, da bin ich nicht so abhängig von diesen ganzen Temperaturenund mit allem, was dazugehört.Das ist ja wesentlich angenehmer.Genauso auch die Dose.Obwohl bei der Dose ist es auch nicht ganz so einfach.Die wird dann auch sehr matschig, manchmal flüssig, wenn die so in der Hitze steht.Also das finde ich auch nicht ganz so klasse.Also von daher ist das schwierig.Danke, dass du diesen Aspekt noch...Also das ist das, was ich vorher meinte oder am Anfang meinte mit systemimmanenten Problembereichen.Also das ist bei diesem Gefrorenen immer ein Problem.Und ich rede hier noch von geschlossener Kühlkette ganz zu schweigen.Also das ist ein Riesenthema.Okay, wieder ein bisschen koordinierend und Klarheit.Also es gibt zudem neben dem...Wir haben über Metall geredet, wir haben über Plastik, über Papier und dann haben wir noch Glas.Und dieses Glas...Warte, bevor wir zu Glas kommen, wir haben noch den Tetrapack.Da möchte ich noch eben drauf hin.Tetrapack hat ja auch einen Anteil, zum Beispiel Aluminium.Und Aluminium ist ja auch etwas, was abgebaut werden muss.Auf der einen Seite, wo es herkommt.Das heißt, soweit ich das in Erinnerung habe, hat das auch was mit Regenwald zu tun.Ist das richtig?Bauxit, also das ist die Urform vom Aluminium.Es gibt in der Tat in den Eisen- und Aluminiumreichen Gegenden um den Äquator sowohl Regenwälder als auch Bauxitvorkommen.Aber es gibt auch große Bauxitvorkommen in der Wüste in Australien.Aber Bauxit ist ein extrem energieaufwendiger Abbau.Und vor allem das Einschmelzen ist wesentlich energieaufwendiger als bei Eisen.Also Aluminium ist komplett abzulehnen in jeglicher Art und Weise.Ja, aber das ist ja im Tetrapack und wir haben es ja auch in den Pouches.Und es gibt noch Aluminiumschalen, die massenhaft verkauft werden.Diese ganzen tollen Sachen.Es sieht super aus im Marketing.Für die Katze so ein Leckerli da drin, das Besondere.Ja, aber es sind genauso wie beim Kaffee, das haben wir ja auch.Dann haben wir ja diese Aluminiumdinger, die dann in die Kaffeemaschine reinkommen.Wenn ich mir das angucke, wie viel Aluminium da verbrannt werden muss.Und wie viel Schadstoffe da in die Umwelt gehen.Das ist echt heftig.Also Aluminium ist immer ein Problem aus zig verschiedenen Gründen.Einmal wegen dem Abbau, haben wir schon gehabt.Zweitens, weil es nicht magnetisch ist.Es mag jetzt lapidar klingen, aber Eisen kriegst du halt überall raus.Du kriegst selbst aus der Schlacke von verbranntem Restmüll den Eisen raus.Ich freue mich, wenn Zuhörer dann sagen, Aluminium kann man auch rausholen.Ja, da gibt es Varianten, aber zuerst mal ist es schwieriger.Und dann ist es so, dass das Aluminium, und du hast es wunderbar zusammengefasst,in dem Pouch oder in dem Tetrapack so dünn ist, dass es im Feuer verdampft.Also das heißt, es ist gar nicht mehr recycelbar.Es gibt dann spezielle, ich weiß, das können dann die Kritiker gleich sagen,es gibt Tetrapack-Recyclinganlagen, die für sich in Anspruch nehmen,den Aluminiumanteil wieder rauszubringen.Aber ich habe bis jetzt noch überhaupt keine.Obwohl ich massiv recherchiert habe, keine einzige Zahl dazu gehört,wie viel wirklich in diesen Tetrapack-Sammelstationen ankommenvon den gesamt produzierten Tetrapacks und wie viel davon dann wiederum wirklich recyceltund vor allem wieder, also recycelt bedeutet, in diesem Prozess wirklich wieder aufbereitet werdenund dann, was damit wirklich gemacht wird.Ich habe keine einzige Zahl dazu bekommen.Und von dem her ist es für mich zuerst mal ein riesen schwarzes Loch.Und Tetrapack ist eine riesen Marketing-Maschinerie,die von Tetrapack und Elopack getrieben seit Jahrzehnten uns erklären will,dass sie die beste Milchverpackung produzieren.Und pro Tonne Aluminium brauchen wir ungefähr 14.000 bis 16.000 Kilowattstunden Energie.Das ist Wahnsinn.Mal davon abgesehen, dass wir hochalkalische Abfallstoffe haben,wenn das Bauxit abgebaut werden muss.Und dann die sichere Lagung dieses Endproduktes.Dann kommen wir ja schon wieder an Salzstöcke ran, aus anderen Bereichen.Also ich finde das sehr fraglich.Also von daher glaube ich, dass die Verpackungsherstelleroder sagen wir mal auch die Futtermittelherstellereine sehr große Verantwortung haben.Die haben eine sehr große Verantwortung.Und jetzt kommen dann gleich die Kritiker und sagen dann,nee noch nicht, noch ganz kurz,die sagen dann, ja Aluminium hat ja niedrige Schmelztemperaturen,wir brauchen niedrigere Temperaturen.Aluminium hat in der Summe, in diesem PEF,in diesem Product Environmental Footprint,eine katastrophale Ressourcenverschwendung zur Folge.Auch sogar im Vergleich zu Eisen.Und ganz offen, weder Eisen, also es gibt eine einzige Ausgabe,keine Ausnahme.Und das ist der Kriegsfall.Wo ich noch verstehen würde mit Dosen,weil die unendlich haltbar sind.Aber ganz offen, keiner wird wegen dem Krieg Dosen oder Aluminium verwenden.Alles andere ist aus meiner Sicht im Einwegbereich Harakiri.Und wenn man dann am Schluss,und nicht am Schluss, sondern als nächstes zum Glas kommt,dann wird das Glas mit derselben wiederholten Pedanterie,wollte ich gerade sagen,immer, immer wieder gesagt,es kann ja unendlich oft eingeschmolzen werden und wiederverwendet werden.Und ja, das stimmt.Aber, jetzt kommt ein ganz großes Aber.Bei Stahl hat man immer noch das Zinn.Und das ist auch nicht zu ver...Das wird verloren, das geht verloren im Recyclingprozess.Also jedes Mal geht was verloren.Und du kannst auch nicht 100% der Dosen einschmelzen,sondern du kannst Dosen nur als Beimengung geben.20, 30% oder sowas.Bei Glas ist es so,dass du theoretisch 100% Neuglas aus 100% Altglas machen kannst.Aber es gibt, und das wissen die,ich weiß jeder, der schon mal vor dem Glascontainer stand,es gibt drei verschiedene Farben.Inzwischen gibt es noch mehr Farben.Die wurden früher in der Tat mal immer zusammengeschüttet,weil oftmals in Glashütten auch gar keine Möglichkeit ist, das zu trennen.Und ich habe mich damit intensiv beschäftigt.Es ist extrem schwierig.Man kann immer dieses braune Glas wieder machen,aber selbst das braune Glas wird dann so dreckig irgendwann,dass es über die Farbpigmente nicht mehr wirklich zu regeln istund entsorgt werden muss.Jetzt muss ich mich gerade an etwas erinnern.Es kam ein Video.Irgendwo bei Instagram war das, glaube ich.Da filmte einer aus dem dritten Stock oder sowas die Müllabfuhr.Und da stand unten ein Wagen von der Müllabfuhr. Einer.Und der Mensch, der den Müll da reinschüttete, der holte die Container.Ein Schwarzer verschwand im Müllwagen.Ein Blauer verschwand im Müllwagen.Ein Grüner verschwand im Müllwagen.Und ein Gelber hat da auch noch reingetan.Frage. Sind das neue Müllfahrzeuge, die das schon trennen können?Also es gibt in der Tat, ohne Witz, es gibt Müllfahrzeuge,die haben drei getrennte Kammern für die drei Farben.Die gibt es wirklich.Aber das erkennt man natürlich im Äußeren nach auch,weil dann de facto oben halt im ersten Loch das eine,im zweiten Loch das dritte und im dritten noch das dritte.Also die gibt es wirklich.Und ehrlicherweise ist es so,also es gibt jede Menge Fehlwürfe.Also Leute, die sich nicht darum kümmern.Und dann gibt es noch die Verschmutzung mit Stahl,also mit den Deckeln.Und dann gibt es noch die Verschmutzung mit Dreck und mit Papier.Kann man alles säubern und machen.Und am Ende hat man trotzdem nur so eine,also auch wieder nur eine Beimengung.Und jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt, lieber Joe.Ich weiß, das ist jetzt ein bisschen größer als nur Hundefutter.Es gab ursprünglich mal ein System, das hieß Mehrwegflasche,deutsche Mehrwegflasche für die Sprudel zum Beispiel und Bier.Sprudel und Bier war eine Mehrweg-Standardflaschemit diesem Ring in der Mitte.Und beim Halbliter war es diese hohe Bierflasche.Und diese zwei Flaschen hatten Durchläufe von 20 bis 25 Mal oder sowas.Und dann wurden die komplett eingeschmolzenund standen als hochwertigste, hochreine Quelle für Altglas zur Verfügung.Die wurden auch richtig gereinigt, die Flaschen.Die kamen in so eine Reinigungsanlage.Und dieses gibt es immer weniger.Also immer weniger bedeutet wirklich immer weniger.Deswegen gibt es auch fast keine Recycling dieser hochreinen Glasquellen mehr.Und jetzt gibt es etwas, was die meisten Hörer vielleicht überraschen wird.Wir haben auch auf Dauer ein Problem der Rohstoffe für Glas.Also die uralte Glasherstellung in Schwarzwald, im Erzgebirge,in verschiedenen Bereichen in Deutschland,die gibt es ja sowieso schon in dem Sinne schon länger nicht mehr.Aber die Glashütteverhütung, das sind alles Themen, die sind endlich.Wir gehen immer mit endlichen Rohstoffen um.Und was uns echt nicht klar ist, dass Glas, also nicht klar bedeutet nicht bewusst,Glas ist extrem schwer.Es ist nicht dünner zu machen.Es ist mit hohen Transportrisiken verbunden.Es gibt permanent Glasbruch.Die Abfüllerei ist extrem schwierig,weil du kannst es nur schwierig detektieren.Metall ist viel leichter zu detektieren als Glassplitter.Holzsplitter sind gar nicht zu detektieren.Also du musst Röntgen haben.Und die Auslese ist extrem schwierig von betroffenen Gläsern.Also deswegen gibt es auch manchmal Rückholaktionen wegen Glassplittern,vermutlichen Glassplittern in Verpackungen.Lange Rede, kurzer Sinn.Ich halte Glas für die komplett falsche Verpackung für Hundefutter in jedweder Art.Ich wüsste überhaupt keinen Grund,für irgendetwas Glas zu verwenden oder verwenden zu müssen.Das heißt aber, im Umkehrschluss, wenn ich mir das alles anhöre,alle Verpackungen, die du jetzt genannt hast,ist im Grunde genommen ein Frischfutter.Wenn ich mir jetzt dann angucke, wäre hier an und für sichein nachhaltigeres Handeln in dem Moment,wenn alle zu Trockenfutter wechseln würden.Das würde ja schon einen Unterschied machen.Wenn die dann dementsprechend in recyceltem Papier wiederkommen würden.So.Oder wie damals in der Schütte, wo dann jemand reinkam.Also wir gruseln jetzt,wir gruseln jetzt in das letzte, in die Zielgerade ein.In die letzten Minuten, ja.In die Zielgerade ein. Ne, super. Vielen Dank für den Aufschlag, Joe.Ist echt klasse.In der Tat war ich und bin ich auch weiterhin der Meinung,20 Jahre liegen hinter mir,dass Trockenfutter, was Verpackung angeht,die bestmögliche aller Alternativen ist.Zumal es auch ohne Konservierungsstoffe lange haltbar istund in der Regel auch gut transportierbar ist.Also keine Schäden davon trägt.Wer mich aber gut kennt, kennt jetzt auch ein Aber.Also, ne, weil wenn ich den PEF wieder hernehmeund das ist ehrlicherweise das, was für michlangfristig der Stecken und Stab ist.Langfristig bedeutet, wo fließt Energie reinund, jetzt kommt ein anderer Punkt,was ist das Beste für den Hund?Oder die Katze.Und die Katze. Danke.Und ehrlicherweise ist das eine Abwägung von Gütern.Und Güterabwägung bedeutet für mich,dass es nicht der Maßstab aller Entscheidungen ist,was die transporteffizientesteund ressourceneffizienteste Verpackung ist,sondern was unter Abzug von den Kriterien,was ist das Beste für meinen Hund,was ist das Beste für, zum Beispiel auch für die,also die bequemste Art.Also im Endeffekt müssen wir halt auchder Lebenswirklichkeit uns der Kundinnen stellen.Also kleiner Hund, großer Hund, mittlerer Hund,Futtermenge, Entsorgungsmöglichkeiten,Menge an gelber Sack und so weiter.Das sind alles Lebenswirklichkeiten,die alle mit berücksichtigt werden müssen.Natürlich auch der Geldbeutel und so weiter.Und ich glaube, dass am Ende es zwei bis drei verschiedene,so ähnlich wie bei der Transportgeschichte,wir meinen immer, dass es die eineglückselig machende Wahrheit gibt,wie wir uns in Zukunft mobil bewegen oder so was.So wie es ist bei der Verpackung auch.Es wird die Leute geben,für die ist das Trockenfutter das Beste.Es wird die Leute geben,und da bin ich natürlich felsenfest davon überzeugt,aus intrinsischer Motivation heraus,aber auch weil es sachlich fundiert, faktenbasiert ist,dass wir mit einem Monomaterial, Plastikverpackung,frisch gekochtes, dampfgegartes Futter,ist die beste Alternative für die Endkundin und für die Hundin.Abschlussfrage.Was müssen Hersteller tun, um wirklich nachhaltiger zu werden?Also nur bezogen auf die Verpackung.Ich würde jedem Hersteller folgende Schritte empfehlen,wenn er es nicht sowieso schon getan hat,und viele haben das ja auch schon getanund sind da voll im Exkurs.Erstens, sich wirklich Verpackungs-Know-how in die Firma holen.Ob das nun ein externer Dienstleister ist,da gibt es inzwischen sehr viele, sehr gute Leute,die meistens von Verpackungsfirmen kommen,in LinkedIn und sonst wo ihre Künste anbieten.Verpackungs-Know-how reinholen in die Firma,das ist das allererste.Zweitens, mit den Abfüllmaschinenherstellern diskutieren.Total wichtig.Weil jeder Hersteller muss das, was er einkauft, auch abfüllen können.Und da ist es meistens so oder oft so bis jetzt gewesen,dass die eine sehr große Restriktion habenund sehr enge Zielbilder haben.Also das heißt, sie müssen die Abwägung treffen zwischen dem,was verpackungstechnisch möglich und nötig ist vom Gesetzgeber.Sie müssen schauen, was die Abfüllmaschine machen kannund was ihre Abfüllmaschine machen kann.Und wenn sie Ersatzinvestitionen tätigen,was die neue Maschine alles können muss.Und dann kommt der dritte Bereich reinund den kann ich auch jedem nur empfehlen und ans Herz legen.Fragen Sie Endkundinnen, wie wollen sie in ZukunftVerpackung für sich definiert einkaufen.Das kann man nicht einfach so mal drei Endkundinnen fragen,sondern da gibt es auch Panels, da gibt es Umfragen,im Heimtierbereich auch, aber auch anderweitig.Und dann nähert man sich einer Wahrheit,wie in Zukunft besser, immer besser, Jahr für Jahr immer besserHundefutter und Katzenfutter verpackt werden kann.Genau und zum Abschluss sage ich dazu nur eins, liebe Hersteller.Ihr packt alles Mögliche auf eure Verpackungen drauf.Macht doch ganz einfach einen QR-Code mit dieser Frage.Holt euch doch ganz einfach die ganzen Ideen rein,die euch die Endkunden bringen und die Wünscheund lasst sie dementsprechend hinterher mal auswerten.Meinetwegen auch mit einem Gewinnspiel dabei oder was auch immer.Aber da werdet ihr eine ganze Menge Input bekommen.Auf alle Fälle.Danke Klaus für deine Ausführungen.Wie immer.Und ich freue mich natürlich schon auf das nächste Thema,was kommen wird.Ich verrate es jetzt aber noch nicht, was es ist.Bleibt einfach dran.Es wird wieder spannend und ich sage bis zum nächsten Mal.Tschüss.Tschüss.
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